Savasana - Die wichtigeste Asana in der Yoga Praxis  

Savasana – Die Kunst des Loslassens 

Savasana, die „Totenstellung“, ist oft die letzte Haltung einer Yogastunde. Äußerlich wirkt sie einfach: man liegt still auf dem Rücken, die Augen geschlossen, die Arme und Beine locker ausgestreckt. Doch wer regelmäßig Yoga praktiziert, weiß: Savasana ist weit mehr als ein „Schluss-Akkord“. Es ist eine der wichtigsten – und gleichzeitig herausforderndsten – Übungen überhaupt. 


Warum Savasana so wichtig ist 

Savasana schenkt dem Körper und dem Geist Raum, das Erlebte zu integrieren. Nach den Asanas, also den körperlichen Übungen, beruhigt sich das Nervensystem, Puls und Atmung verlangsamen sich, Stresshormone werden abgebaut. In dieser Phase kann der Körper regenerieren und das Gehirn neue Reize und Bewegungsmuster verarbeiten. Wir gönnen uns eine bewusste Pause – etwas, das im Alltag oft fehlt. 


Der Benefit für Körper und Geist 

Tiefe Regeneration: Muskeln und Faszien entspannen, das Herz-Kreislauf-System beruhigt sich. 

Stressabbau: Durch die Aktivierung des Parasympathikus (Ruhe-Nerv) sinken Cortisol und          Anspannung. 

Klarheit im Geist: Savasana schärft das Bewusstsein und kann langfristig zu mehr innerer Ruhe führen.
Integration der Praxis: Alles, was wir in der Yogastunde geübt haben, kann in der Stille „einsickern“. 


Warum Savasana trotzdem schwerfällt 

In der Stille werden wir plötzlich mit uns selbst konfrontiert. Die Gedanken, die im Alltag überdeckt sind, werden hörbar. Oft sind sie kritisch, negativ oder kreisen um Sorgen. Es kann sich unruhig, ja unangenehm anfühlen, einfach „nur“ zu liegen. Auch der Atem, unser Anker, scheint sich zu entziehen. Das ist normal: Unser Geist ist es nicht gewohnt, still zu sein. Er will planen, bewerten und analysieren. 


Warum sich das Üben lohnt 

Gerade weil Savasana so herausfordernd ist, entfaltet es seine Wirkung. Indem wir üben, immer wieder in die Stille zu gehen, lernen wir: 

Gedanken kommen und gehen zu lassen, ohne sie festzuhalten. 

Präsenz und Achtsamkeit zu entwickeln, auch im Alltag. 

Selbstmitgefühl aufzubauen, statt sich von negativen Gedanken mitreißen zu lassen. 

Wie jede Fähigkeit wird auch die Kunst der Entspannung stärker, je öfter wir sie praktizieren. Regelmäßiges Savasana schult das Nervensystem, reduziert innere Unruhe und stärkt unsere Resilienz. 


Fazit 

Savasana ist nicht „nur“ Ausruhen – es ist eine tiefgreifende Praxis, die Körper und Geist in Balance bringt. Es ist ein Moment des bewussten Nicht-Tuns, in dem Heilung und Integration geschehen. Je öfter wir uns darauf einlassen, desto leichter fällt es, den Atem zu spüren, Gedanken ziehen zu lassen und in echte innere Ruhe zu sinken. 

26. September 2025
Nina Grundke-Käsgen 


 Ausrichtung in der Yoga Praxis – Warum sie so wichtig ist 

Wenn ich unterrichte, beobachte ich oft, wie viel Energie meine Schüler*innen investieren – sie geben alles. Doch manchmal fehlt dabei ein zentrales Element: die bewusste Ausrichtung.

In meiner Vinyasa-Praxis ist sie der rote Faden, der alles zusammenhält: Kraft, Leichtigkeit, Stabilität und Selbstwahrnehmung. Denn Yoga ist mehr als Bewegung – es ist bewusste Verbindung.


Warum ist Ausrichtung so wichtig?

Die Ausrichtung in den Asanas sorgt dafür, dass der Körper in einer stabilen und sicheren Struktur praktiziert. Sie schützt Gelenke, beugt Überlastungen vor und schafft eine Grundlage, auf der sich Kraft und Flexibilität harmonisch entwickeln können.

Wenn der Körper anatomisch sinnvoll ausgerichtet ist, kann das Prana – unsere Lebensenergie – freier fließen. Gleichzeitig schulen wir unsere Präsenz: Wir sind wirklich im Hier und Jetzt, mit dem Körper verbunden und nicht nur „im Tun“.


Assists – mehr als nur Berührung

Ein Assist kann so viel mehr sein als eine Korrektur. Es ist eine Einladung, genauer hinzuspüren, die Haltung tiefer zu verstehen oder eine neue Perspektive auf die eigene Praxis zu gewinnen.

Als Lehrerin setze ich gezielte Berührungen oder verbale Hinweise ein, um meine Schüler*innen dabei zu unterstützen, sich sicherer, stabiler oder einfach wohler in einer Haltung zu fühlen.

Gerade im Vinyasa Yoga – wo Bewegung und Atem im Flow verschmelzen – helfen Assists, wieder ins bewusste Spüren zurückzufinden.


Was bringt das den Schüler*innen?

Mehr Körperbewusstsein: Ausrichtung fördert ein feineres Gespür für den eigenen Körper.

Sicherheit in der Praxis: Verletzungsrisiken werden reduziert, langfristige Belastungen vermieden.

Tiefe & Klarheit: Wenn wir wissen, wo wir stehen, können wir wirklich in der Haltung ankommen.

Verbindung statt Vergleich: Ausrichtung bedeutet nicht, einem Idealbild zu entsprechen – sondern sich selbst auf der Matte zu begegnen.


Nimm dir Zeit für deine Ausrichtung

In einer dynamischen Praxis wie Vinyasa fällt es leicht, von einer Haltung zur nächsten zu fließen, ohne wirklich anzukommen. Doch genau hier liegt das Geschenk:

Wenn du dir erlaubst, für einen Moment innezuhalten und dich bewusst auszurichten, verändert sich die ganze Qualität deiner Praxis.


Fazit

Ausrichtung ist kein starres Konzept – sie ist ein Schlüssel zu mehr Bewusstheit, Leichtigkeit und Stabilität. Es geht nicht darum, perfekt auszusehen, sondern darum, dich selbst besser kennenzulernen – von Pose zu Pose, Atemzug für Atemzug.


Wenn du das nächste Mal auf der Matte stehst, spüre in deinen Körper. Richte dich aus – nicht nur physisch, sondern auch innerlich. Denn Yoga beginnt dort, wo wir präsent sind.

16. Mai 2025
Nina Grundke-Käsgen 

Warum ist Ankommen so wichtig? 

Unser Geist ist wie ein Affe, der ständig von einem Gedanken zum nächsten springt. Meditation hilft uns, unseren Geist zu beruhigen und ihn auf den gegenwärtigen Moment auszurichten. Wenn wir im Hier und Jetzt ankommen, lösen sich Ängste vor der Zukunft und Bedauern über die Vergangenheit auf. Wir erfahren eine tiefe Entspannung und können die kleinen Wunder des Lebens wieder wahrnehmen.

Meditation und Pranayama: Ein kraftvolles Duo

Meditation und Pranayama ergänzen sich wunderbar. Durch Pranayama, das bewusste Atmen, beruhigen wir unser Nervensystem und bereiten den Geist auf die Meditation vor. Indem wir uns auf unseren Atem konzentrieren, lenken wir unsere Aufmerksamkeit von unseren Gedanken ab und finden einen Ankerpunkt im gegenwärtigen Moment.

Wie kann ich beginnen?

Finde einen ruhigen Platz
Suche dir einen Ort, an dem du ungestört bist und dich wohlfühlst.

Bequeme Sitzhaltung
Setze dich aufrecht hin, aber nicht verspannt.

Achte auf deinen Atem
Beobachte deinen Atem ganz ohne Wertung. Spüre, wie dein Bauch sich beim Einatmen hebt und beim Ausatmen senkt.

Gedanken loslassen
Wenn Gedanken auftauchen, lasse sie einfach vorbeiziehen, wie Wolken am Himmel.

Sei geduldig
Meditation ist wie ein Muskel, der trainiert werden muss. Am Anfang kann es schwierig sein, den Geist zur Ruhe zu bringen. Sei geduldig mit dir selbst.

Die Vorteile von Meditation und Pranayama

  • Stressreduktion: Regelmäßige Meditation und Pranayama können Stresshormone reduzieren und das Wohlbefinden steigern.
  • Verbesserte Konzentration: Durch die Schulung der Aufmerksamkeit wird deine Konzentrationsfähigkeit gestärkt.
  • Tiefere Entspannung: Meditation und Pranayama führen zu einer tiefen Entspannung, die Körper und Geist regeneriert.
  • Mehr Selbstbewusstsein: Indem du dich selbst besser kennenlernst, wächst dein Selbstvertrauen.

Ankommen ist ein Geschenk an dich selbst

Nimm dir jeden Tag ein paar Minuten Zeit für dich und deine innere Ruhe. Meditation und Pranayama sind einfache, aber wirkungsvolle Werkzeuge, um im hektischen Alltag zur Ruhe zu kommen und wieder ganz bei dir selbst anzukommen.

Möchtest du mehr über Meditation und Pranayama erfahren? 

Gerne begleite ich dich auf deiner persönlichen Reise zur inneren Mitte. Ich freue mich auf deine Nachricht!

1. November 2024
Nina Grundke-Käsgen

Warum ein sanftes Aufwärmen in deiner Yogapraxis so wichtig ist

Ein guter Start ist die halbe Miete – das gilt auch für deine Yogapraxis. Bevor du in anspruchsvolle Yogaübungen eintauchst, ist ein gründliches Aufwärmen unerlässlich. Warum? Weil es deinen Körper optimal auf die bevorstehende Belastung vorbereitet und Verletzungen vorbeugt.

Warum ist das Aufwärmen so wichtig? 

  • Verbesserte Beweglichkeit: Durch sanfte Bewegungen erhöhen wir die Körpertemperatur und machen unsere Muskeln geschmeidiger. Das ermöglicht tiefere Dehnungen und eine größere Flexibilität.
  • Gelenkschmierung: Die Gelenke werden durch Bewegung besser durchblutet und geschmiert, was das Risiko von Verletzungen verringert.
  • Erhöhte Körperwahrnehmung: Das Aufwärmen hilft dir, besser in deinen Körper hineinzuspüren und eventuelle Verspannungen oder Schmerzen frühzeitig wahrzunehmen.
  • Mentale Vorbereitung: Sanfte Bewegungen am Anfang einer Yogastunde helfen dir, zur Ruhe zu kommen und dich auf deine Praxis zu konzentrieren.

Warum nicht gleich voll durchstarten?

Kalte Muskeln sind anfälliger für Zerrungen und Risse. Wenn du ohne Aufwärmen in eine intensive Yogasequenz startest, erhöhst du das Risiko von Verletzungen.

Wie sieht ein gutes Aufwärmen aus?

In meinen Yogaklassen beginnen wir oft mit einfachen Bewegungen, um die Wirbelsäule aufzuwecken und die Gelenke zu mobilisieren. Anschließend folgen dynamischere Bewegungen, die den Kreislauf anregen und die Muskulatur aufwärmen. Nach einer ersten Erwärmung folgt bei mir zumeist die wiederholte Abfolge des Sonnengrußes.  Die verschiedenen Asanas im Sonnengruß A mobilisieren die Gelenke von Schultern, Hüften, Knien und Wirbelsäule. Der Sonnengruß A ist eine fließende Abfolge von Bewegungen, die den gesamten Körper auf sanfte Weise aufwärmt. Von den Füßen bis zum Kopf werden alle Muskelgruppen angesprochen und dehnend vorbereitet. Durch die dynamischen Bewegungen wird der Kreislauf in Schwung gebracht, der Körper mit Sauerstoff versorgt und die Körpertemperatur steigt. Durch die Dehnungen in den verschiedenen Positionen wird die Muskulatur auf die anschließende Praxis vorbereitet und Verletzungen vorgebeugt.  Der Sonnengruß A verbindet Bewegung und Atem auf natürliche Weise, was zu einer tiefen Entspannung und Konzentration führt. Die harmonische Abfolge der Bewegungen fördert den Energiefluss im Körper und bereitet dich mental auf die weitere Praxis vor. 

In meinen Yoga-Klassen achte ich darauf, dass die Übungen für alle Niveaus geeignet sind und ich auf die individuellen Bedürfnisse der Teilnehmenden eingehe.

Warum der Fokus jeder Stunde anders ist

Jede meiner Yogastunden hat einen anderen Schwerpunkt. Mal liegt der Fokus auf der Stärkung der Körpermitte, mal auf der Öffnung der Hüften oder der Aufrichtung der Wirbelsäule. Zumeist nutze ich die Yoga-Klassen, um unterschiedliche Themen in den Mittelpunkt zu rücken (z.B. "Annehmen und Loslasssen", "Finde deine Balance", "Freiräume schaffen", etc.). Hierbei ist es mir wichtig, dass die Yogis und Yoginis die Verbindung zu sich selbst herstellen und die Gedanken zur Ruhe bringen können. Das Aufwärmen wird immer an den jeweiligen Schwerpunkt angepasst, um dich optimal auf die anstehenden Herausforderungen vorzubereiten.

 Wichtig:

  • Achte auf deine Körpersignale: Wenn du Schmerzen spürst, solltest du die Übung abbrechen oder modifizieren.
  • Atme tief und gleichmäßig: Der Atem ist dein Anker während der Übung. Achte darauf, dass dein Atem nicht ins stocken gerät.
  • Übe regelmäßig: Je öfter du z.B. den Sonnengruß A praktizierst, desto routinierter wirst du darin und desto mehr wirst du von den Vorteilen profitieren. 


Fazit:
Ein gründliches Aufwärmen ist eine Investition in deine Gesundheit und dein Wohlbefinden. Es hilft dir, Verletzungen vorzubeugen, deine Yogapraxis zu vertiefen und mehr Freude an deinen Übungen zu haben. Nimm dir Zeit für das Aufwärmen und spüre, wie dein Körper sich nach und nach aufwärmt und bereit für die tieferen Übungen wird.

Entdecke die Vielfalt des Yoga in meinen Stunden! Buche jetzt deine Probestunde und überzeuge dich selbst. 

21. November 2024
Nina Grundke-Käsgen